Der Schüleraustausch mit der Hohenfels High School  ist seit vielen Jahren ein fester Bestandteil unseres Schullebens an der Knabenrealschule Neumarkt. Gestern durften wir erneut 18 amerikanische Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihrem Deutschlehrer Glenn Roark bei uns begrüßen. Die Begegnung fand im Rahmen unserer inzwischen über 20 Jahre bestehenden Schulpartnerschaft statt und unterstreicht einmal mehr den hohen Stellenwert des internationalen Austauschs an unserer Schule.

Die amerikanischen Schüler besuchen die High School im Truppenübungsplatz Hohenfels und haben dort Deutsch als Fremdsprache gewählt. Einmal pro Schuljahr kommen sie an die Knabenrealschule Neumarkt, um ihre Sprachkenntnisse im direkten Kontakt mit Gleichaltrigen zu vertiefen und den deutschen Schulalltag hautnah mitzuerleben.

Zu Beginn des Besuchs wurden die Gäste herzlich von unserer Konrektorin Andrea Pfister begrüßt. In ihrer Ansprache betonte sie die Bedeutung der langjährigen Partnerschaft und die Freude über die persönliche Begegnung. Im Anschluss erhielten die Schülerinnen und Schüler bei einer Schulhausführung interessante Einblicke in unser Schulleben.

Ein besonderes Highlight war die Teilnahme am regulären Unterricht. Gemeinsam mit ihren deutschen Partnern besuchten die amerikanischen Jugendlichen drei Schulstunden. So bereiteten sie im Fach Ernährung und Gesundheit bayerischen Wurstsalat mit Brezen zu und konnten dabei nicht nur neue Rezepte, sondern auch kulinarische Traditionen kennenlernen. Im Sportunterricht wurde mit viel Einsatz und Teamgeist Völkerball gespielt. Andere Gruppen wagten sich in den Fachunterricht in Chemie oder Mathematik und stellten sich der Herausforderung, dem Unterricht auf Deutsch zu folgen – eine Aufgabe, die sie mit großem Engagement meisterten.

Den gelungenen Abschluss bildete ein gemeinsames Mittagessen im Neuen Markt, bei dem sich die Schülerinnen und Schüler in entspannter Atmosphäre weiter austauschen und neue Kontakte knüpfen konnten.

Solche Begegnungen sind weit mehr als nur ein Besuchstag: Sie leisten einen wichtigen Beitrag zum interkulturellen Lernen. Der direkte Austausch zwischen deutschen und amerikanischen Jugendlichen fördert Offenheit, Toleranz und gegenseitiges Verständnis. Sprachkenntnisse werden lebendig angewendet, kulturelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede entdeckt und neue Freundschaften geschlossen. Gerade in einer zunehmend vernetzten Welt sind diese persönlichen Erfahrungen von unschätzbarem Wert.

Die Organisatorinnen Edith Worden und Jana Fuchs freuen sich bereits auf den Gegenbesuch im April sowie auf eine gemeinsame Exkursion nach Nürnberg, bei der die Partnerschaft weiter vertieft werden soll. Wir blicken dankbar auf einen ereignisreichen Schultag zurück und freuen uns auf viele weitere Jahre lebendiger deutsch-amerikanischer Freundschaft.

Edith Worden